{"id":307,"date":"2009-04-07T14:42:05","date_gmt":"2009-04-07T12:42:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dernetzwerker.de\/afrika\/?p=307"},"modified":"2020-02-12T18:48:07","modified_gmt":"2020-02-12T16:48:07","slug":"afrika-ein-ruckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/migotravels.de\/?p=307","title":{"rendered":"Afrika &#8211; Ein R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/route-all2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-509\" src=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/route-all2-254x320.png\" alt=\"\" width=\"254\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/route-all2-254x320.png 254w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/route-all2-812x1024.png 812w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/route-all2.png 1880w\" sizes=\"auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/><\/a>In nur 15 Stunden hat mich ein Flieger \u00fcber eine Strecke getragen, f\u00fcr die ich 5 Monate auf dem Landweg ben\u00f6tigt habe, auf einem Weg so vielseitig und weit, dass ich ihn nicht als Ganzes im Kopf halten kann. 5 Monate in denen ich nahezu t\u00e4glich Eindr\u00fccke aufgenommen habe, die sich \u00fcber dem Ma\u00df des f\u00fcr mich Gew\u00f6hnlichen einordnen und die sich Erlebnis f\u00fcr Erlebnis in meinem Ged\u00e4chtnis verewigt haben. Mit einer Mischung aus Melancholie, Stolz, Befriedigung und Gl\u00fcck denke ich an den ersten Tag zur\u00fcck, an meine Abfahrt im nasskalten Berlin und die erste Etappe nach Aachen. Dann an den zweiten Tag, den dritten usw. und ich stelle fasziniert fest, dass ich mich bis zu meiner Ankunft in Kapstadt an nahezu jeden Tag dazwischen erinnern kann. Ich stehe am Kap der guten Hoffnung und schaue nach Norden, der Kontinent ragt quasi \u00fcber mir auf und ist prall gef\u00fcllt mit den Erlebnissen der bei weitem au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Reise meines Lebens.<\/p>\n<p>Von Marokko bis S\u00fcdafrika zeigt Afrika viele, teils v\u00f6llig verschiedene Gesichter und in einigen Beitr\u00e4gen habe ich darauf hingewiesen wie stark sich Leben und Leute ver\u00e4ndern, sobald man Grenzen \u00fcberquert. Von den Berbern in Marokko, \u00fcber die Sandw\u00fcsten in Mauretanien, der Musik Malis, der Lebensfreude Ghanas, dem Wahnsinn in Nigeria, dem Dschungel in Gabon, den Strassenw\u00fcsten in Kongo und der Aufbruchstimmung Angolas bis hin zu den entwickelten, westlichen L\u00e4ndern Namibia und S\u00fcdafrika ist Afrika so reich an verschiedenen Eindr\u00fccken, dass man sie kaum zusammenfassend beschreiben kann. W\u00e4hrend man in Ghana den Eindruck einer gesunden Entwicklung erh\u00e4lt und Fortschritt sp\u00fcren kann, scheint im Kongo nahezu alles stillzustehen. W\u00e4hrend man im sprudelnden Nigeria das Gef\u00fchl hat, das Land hektet einem Herzinfarkt entgegen, scheinen in Mauretanien die Uhren langsamer zu laufen. Von W\u00fcste zu Regenwald, Islam zu Christentum, Demokratie zu Diktatur, von urbaner moderner Ballung zu entlegensten, traditionellen D\u00f6rfern, von schillerndem Luxus zu erschreckender Armut &#8211; Afrika ist ein buntes Kaleidoskop. Gibt es dennoch Gemeinsames?<\/p>\n<div id=\"attachment_481\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/2.jpg\" title=\"Afrika L\u00e4cheln\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-481\" class=\"size-medium wp-image-481\" title=\"Afrika L\u00e4cheln\" src=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/2-320x240.jpg\" alt=\"Afrika L\u00e4cheln\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/2-320x240.jpg 320w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/2-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-481\" class=\"wp-caption-text\">Es ist nicht einfach festzuhalten, dass typische afrikanische L\u00e4cheln. Mark hat eines in diesem Bild im Land der Dogon in Mali eingefangen.<\/p><\/div>\n<p>Die oft erw\u00e4hnte Freundlichkeit der Menschen ist eine Gemeinsamkeit. Unkenrufen zum Trotz, sind wir nicht durch L\u00e4nder gekommen in den wir uns nicht willkommen gef\u00fchlt h\u00e4tten, in denen uns die Menschen mit Missgunst oder Abneigung begegnet w\u00e4ren. Das ehrliche und von Herzen kommende afrikanische L\u00e4cheln, gesehen auf tausenden Gesichtern im ganzen Kontinent, so offen und frei von K\u00fcnstlichkeit, geh\u00f6rt f\u00fcr mich zweifelsfrei zu den intensivsten Erfahrungen. Nichts beeinflusst die t\u00e4gliche Stimmung mehr, als das durchs L\u00e4cheln vermittelte Gef\u00fchl willkommen zu sein. W\u00fcrde man Afrika in einem Bild festhalten wollen, so m\u00fcsste es das L\u00e4cheln einer der vielen Menschen sein, die einem t\u00e4glich auf dem Weg begegnen. Afrika sind vor allem auch Kinder. 44% der Bev\u00f6lkerung s\u00fcdlich der Sahara sind 15 Jahre oder j\u00fcnger und es sind immer die J\u00fcngsten, die zuerst angerannt kommen, eine Traube um uns bilden und uns neugierig bestaunen. H\u00e4ufig sieht man sich in L\u00e4den, auf Tankstellen und Strassen oder M\u00e4rkten um und stellt fest, dass ein Gro\u00dfteil der Arbeiten von Kindern verrichtet werden. Die M\u00fctter sind jung und die Generationenfolge ist hier schneller und trotz erschreckend hoher Kindersterberaten hat Afrika das gr\u00f6\u00dfte Bev\u00f6lkerungswachstum weltweit. W\u00fcrde man Afrika in einem Ger\u00e4usch festhalten, so m\u00fcsste es das Schreien spielender Kinder sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_484\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/4.jpg\" title=\"Mark, Geoff und ich\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-484\" class=\"size-medium wp-image-484\" title=\"Mark, Geoff und ich\" src=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/4-320x240.jpg\" alt=\"Wir drei am Ende des vermutlich schwierigsten Tages der Reise, der Schlammschlacht im Kongo. Ein unvergesslicher Moment f\u00fcr uns alle.\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/4-320x240.jpg 320w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/4-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-484\" class=\"wp-caption-text\">Wir drei am Ende des vermutlich schwierigsten Tages der Reise, der Schlammschlacht im Kongo. Ein unvergesslicher Moment f\u00fcr uns alle.<\/p><\/div>\n<p>Nat\u00fcrlich geh\u00f6ren zu meinem Afrika auch meine Abenteuermotorradfahrerkollegen Geoff, Mark und im ersten Teil der Reise Peter. Ohne uns zu kennen aber mit einer gemeinsamen Mission im Herzen, haben wir uns auf eine Reise begeben, die uns eng zusammenschweissen sollte. Wir sind so verschieden, wie man es nur sein kann und ohne die gemeinsame Leidenschaft f\u00fcr Reise und Motorrad h\u00e4tten wir vermutlich nicht zueinander gefunden oder w\u00e4ren zusammen geblieben. Doch in unserer Unterschiedlichkeit ergaben wir ein funktionierendes Team, das in schwierigeren Etappen zusammenhielt, auch wenn es nicht immer reibungsfrei war. Wir haben von den Anderen gelernt und auch profitiert. Der reiseerfahrene Mark hat die n\u00f6tige Ruhe gewahrt und erfolgreich ein allzuschnelles Durchqueren verhindert und auch wenn sich Geoff und ich nahezu t\u00e4glich \u00fcber Marks Tr\u00f6delei beschwert haben, haben wir Afrika dadurch letztlich intensiver erlebt. Geoff, unser Teamplayer, hat die Gruppe immer wieder zusammengehalten und zusammengebracht, auch wenn er den Zusammenhalt als sehr dominanter und lauter Charakter gleichzeitig hin und wieder auf die Probe gestellt hat. Von beiden habe ich in den zahlreichen von Bier begleiteten Fachsimpeleien viel \u00fcbers Motorrad gelernt und immer wieder von deren technischen Verstand profitiert. Ich denke ich war in einiger Hinsicht ein wichtiges Bindeglied f\u00fcr unseren Zusammenhalt und habe die anderen durch meine Freude an der Navigation etwas sorgenfreier und entspannter durch Afrika gef\u00fchrt. Dennoch war es wichtig und gesund hin und wieder der Gruppe zu entfliehen und Afrika auf ganz eigene, individuelle Weise zu entdecken, ohne Kompromisse eingehen zu m\u00fcssen. Heute teilen wir einige der intensivsten Erfahrungen unseres Lebens und finden in den Anderen die wahrlich einzigen, die wirklich wissen, wie es war, damals auf dem Motorrad in Afrika. Der Anblick von Mark und Geoff, von hinten gesehen auf dem Motorrad sitzend, hat sich f\u00fcr immer in meine Erinnerungen eingebrannt. Ein vertrauter Anblick in der immer wechselnden, fremden Welt. Danke Jungs, dass ihr da wart!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike4.jpg\" title=\"ktm\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-512\" title=\"ktm\" src=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike4-320x213.jpg\" alt=\"ktm\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike4-320x213.jpg 320w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike4-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a>Ich kann diesen Beitrag nicht schreiben, ohne meiner wichtigsten Begleitung, der KTM, einige Worte zu widmen. Wir waren nicht immer gute Freunde auf dem Weg, aber im Grunde hat sie mich nicht vor unl\u00f6sbare Probleme gestellt. Wenn allerdings der gesammte Erfolg der Reise am zuverl\u00e4ssigen Funktionieren des Motorrades h\u00e4ngt, wird man schonmal etwas hysterisch, wenn man irgendwo weitab und allein mit einen Problem festsitzt, dass die Weiterfahrt bedroht. Die Konsequenzen eines Ausfalls sind fatal f\u00fcr die Reise und die Reise war in diesen 6 Monaten mein Leben. Sie hat ein paar Schw\u00e4chen, die man kennen sollte, wenn man sich mit ihr auf eine derartige Reise wagt, aber solange sie brav unter einem schnurrt, ist sie aus meiner Sicht das Beste was man auf zwei R\u00e4dern bewegen kann. Nach 29350 Kilometer inniger Beziehung, habe ich die Liebe f\u00fcr mein schwarzes Biest nicht verloren und bin heute sensibilisiert fuer jedes Verhalten und jedes Ger\u00e4usch. Viel Spass hat sie mir bereitet und auf den anspruchsvollen Etappen habe ich viel dazugelernt. Sie ist gross und schwer, aber mit einem Fahrwerk ausgestattet, dass \u00fcber allem erhaben ist und mit nur 3 St\u00fcrzen und 5 Umkippern habe ich weit seltener als meine Mitreiter die Kiste aus der Horizontalen befreien m\u00fcssen. Das ist dann allerdings zugegeben kein Spass mehr. W\u00fcrde ich sie wieder mit auf die n\u00e4chste Reise nehmen? Ja, ich denke schon.<\/p>\n<p>Die Fahrt hat mich tief in den schwarzen Kontinent hineingezogen und mich dabei vollkommen in Anspruch genommen. Abseits der Dinge des Alltags, die uns jeden Tag besch\u00e4ftigen und deren Vielzahl uns h\u00e4ufig vom eigentlichen Leben ablenken, durfte ich es f\u00fcr mehrere Monate geniessen meine Aufmerksamkeit sehr wenigen aber grundlegenden Dingen zu widmen. Das Motorrad muss fahren, ich muss essen und irgendwo schlafen. &#8222;Ride, Eat, Sleep, Repeat&#8220; stand passend auf Geoffs Tshirt und eingebettet in diesem sich immer wieder auf neue Weise wiederholenden Zyklus, vergesse ich die Welt ausserhalb meiner Reise. Ich bin hier und Afrika ist mein Leben, meine einzige Realit\u00e4t, weitab von Finanzkrise und Rezession, Terminen und Werbeflut. Ich bin fernab von der Qual der Auswahl und dem un\u00fcberschaubaren Angebot unserer konsumorientierten Welt. Doch in der Reduzierung meiner t\u00e4glichen T\u00e4tigkeiten auf ein Minimum, entdecke ich mehr Leben und ein weitaus st\u00e4rkeres Gef\u00fchl des Erf\u00fclltseins am Ende des Tages, als in meinem so reichhaltigen Zur\u00fcckgelassenen. Ich nehme das Wenige intensiver und ablenkungsfreier wahr. Auf einer Fahrt \u00fcber eine anspruchsvolle Piste gibt es in meiner Welt nur noch die Strasse, das Motorrad und mich. Jeder Gedanke und jeder Muskel dient nur einem Zweck. Es wirkt reinigend und befreiend.<\/p>\n<p>Das Wenige l\u00e4sst Raum f\u00fcr Zus\u00e4tzliches und schafft Platz, dem Unerwarteten Zeit einzur\u00e4umen. In Afrika gibt es kein &#8222;Du ich kann grad nicht, weil ich muss noch..&#8220;, oder ein &#8222;Ich w\u00fcrde gerne, aber&#8220;, denn man hat immer die Zeit f\u00fcr einen Austausch, Zeit f\u00fcr den Anderen. Der Grund ist nicht das Fehlen wichtiger zu erledigender Dinge, im Umfeld eines jeden gibt es Dinge von grosser Bedeutung und Ziele die man erreichen will, sondern das Priorisieren des Sozialen, oft Famili\u00e4ren, gegen\u00fcber Individuellem, vor allem aber gegen\u00fcber einer ablaufenden Zeit. Wie es Kapuscinski so wunderbar herausgestellt hat, in unserer westlichen Welt, l\u00e4uft Zeit ab, in Afrika nimmt man sich Zeit, man erschafft die Zeit die n\u00f6tig ist. Dinge brauchen so lange Sie brauchen, w\u00e4hrend bei uns die Dinge so lange brauchen m\u00fcssen, wie wir f\u00fcr sie einplanen, ein st\u00e4ndiger Wettlauf gegen eine tickende Uhr. Es hat etwas l\u00e4nger gedauert, bis ich mich auf den Rhythmus Afrikas eingestellt hatte. Die &#8222;Du ich kann grad nicht, weil ich muss noch..&#8220;-Einstellung erwies sich als fest verankert. Doch man muss viel weniger als man denkt.<\/p>\n<p>Der Tag bietet Gelegenheiten jenseits von M\u00fcssen und Pl\u00e4nen und Zeitfenstern und h\u00e4ufig versteckt sich das eigentliche Leben genau hinter diesen Gelegenheiten. Ich spreche dabei nicht unbedingt von Gelegenheiten, die bei Ergreifung eine grosse pers\u00f6nliche Bereicherung ergeben, sondern von den vielen kleinen M\u00f6glichkeiten etwas Positives zu hinterlassen oder zu erfahren. Ein L\u00e4cheln, ein H\u00e4ndedruck, eine Aufmerksamkeit, eine Interessensbekundigung, ein Kompliment, ein Gedankenaustausch der den Anderen anregt, etwas hinterl\u00e4sst, eine freundliche Geste, das Ausdr\u00fccken von Respekt. Hierzu ein typisches Beispiel aus meiner nahezu t\u00e4glichen Erfahrung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-521\" src=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end6-320x213.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end6-320x213.jpg 320w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end6-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a>Ich fahre \u00fcbers Land und hin und wieder durch kleine D\u00f6rfer, die h\u00e4ufig nur aus einer Aufreihung einfacher H\u00e4uschen am Strassenrand bestehen. Ich bin angehalten mein Tempo auf langsame 50 km\/h zu reduzieren. Nach der flotten \u00dcberlandfahrt f\u00fchlt sich die Geschwindigkeit scheinbar unertr\u00e4glich langsam an. Wir haben ein Tagesziel und je eher wir es erreichen, desto entspannter k\u00f6nnen wir den Abend geniessen, also fahre ich nur bedingt langsamer. In der z\u00fcgigen Durchfahrt sehe ich die zum Strassenrand rennenden und winkenden Kinder zu sp\u00e4t und kann nicht mehr auf sie reagieren. Ich muss mich darauf konzentrieren, keine Tiere zu \u00fcberfahren und sehe konzentriert und etwas grimmig aus. Die unter einem Baum sitzenden \u00c4lteren beobachten mich interessiert aber etwas skeptisch. 30 Sekunden sp\u00e4ter verlasse ich das Dorf. Ich hinterlasse entt\u00e4uschte Kinder, die eine Art Supermann vorbeifahren sehen, der sie ignoriert hat. Der Aufregung folgt Ern\u00fcchterung. Ich hinterlasse auch ein Dorf ver\u00e4rgerter \u00c4lterer, die meine Ankunft etwas weniger enthusiastisch wahrnehmen und eher um ihre Kinder besorgt sind, die durch die h\u00e4ufig zu schnell fahrenden Fahrzeuge gef\u00e4hrdet sind. In Deutschland k\u00e4me noch der L\u00e4rmaspekt hinzu, aber in Afrika wird L\u00e4rm im Grunde genommen nicht als etwas Negatives wahrgenommen.<br \/>\nBei einer Durchfahrt mit 50 km\/h sehe ich die Kinder kommen, ich l\u00e4chele (erstaunlicherweise kann man sehr deutlich erkennen, ob man unter dem Helm l\u00e4chelt oder nicht) und winke zur\u00fcck. Neben Details wie den am Strassenrand angebotenen Waren oder den Maniok stampfenden Frauen sehe ich jetzt auch die \u00c4lteren unter dem Baum und winke ihnen ebenfalls zu. Diese wechseln von ihrer abwartenden, beobachtenden Haltung zu einem gemeinsamen, einladenden L\u00e4cheln und winken ebenfalls. Eine Minute sp\u00e4ter verlasse ich das Dorf.&nbsp; Ich zeige Respekt, Aufmerksamkeit, eine freundliche Gesinnung und Anstand und nehme eine gr\u00f6ssere Vielzahl von Details wahr, wof\u00fcr ich doch eigentlich \u00fcberhaupt hier bin. Alle Beteiligten nehmen aus dieser kurzen Begebenheit ein kleines, positives Gef\u00fchl mit. Ich muss zweimal h\u00e4ufiger schalten und komme abends 30 Sekunden sp\u00e4ter an.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte das Beispiel noch weiterf\u00fchren. Aufgrund der Beschwerden der Dorfbewohner \u00fcber zu schnelle Fahrzeuge werden sp\u00e4ter hohe Bodenschwellen im ganzen Ort installiert. Von nun an wird jeder Motorradfahrer bei der Durchfahrt gesch\u00fcttelt und ist genervt. Jede Bodenschwelle ist auf unbestimmte Zeit eine kleines \u00c4rgernis. Noch weiter gedacht erh\u00f6hen sich durch das st\u00e4ndige Beschleunigen zwischen den Bodenschwellen die Benzinkosten, die gr\u00f6ssere mechanische Beanspruchung verringert die Haltbarkeit des Motorrades und der Fahrer beansprucht seinen R\u00fccken st\u00e4rker, was wiederum zu Problemen im Alter f\u00fchren kann. Je weiter man denkt, desto weniger darf man nat\u00fcrlich die Durchfahrt als isoliertes Ereignis betrachten. Tausende zu schnell fahrende Motorr\u00e4der beeinflussen die Einstellung der Dorfbewohner und wiederum nur viele tausende Bodenschwellen beeinflussen messbar den Benzinverbrauch oder die Haltbarkeit von Mensch und Maschine.<\/p>\n<div id=\"attachment_515\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike5.jpg\" title=\"Ob dass das Richtige war? - Geoff bei seiner Lieblingsbesch\u00e4ftigung\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-515\" class=\"size-medium wp-image-515\" title=\"Ob dass das Richtige war? - Geoff bei seiner Lieblingsbesch\u00e4ftigung\" src=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike5-320x240.jpg\" alt=\"Ob dass das Richtige war? - Geoff bei seiner Lieblingsbesch\u00e4ftigung\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike5-320x240.jpg 320w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike5-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-515\" class=\"wp-caption-text\">Ob ich hier das Richtige mache? - Geoff bei seiner Lieblingsbesch\u00e4ftigung<\/p><\/div>\n<p>Was will ich damit sagen? Man befindet sich tagt\u00e4glich in permanenter Interaktion mit seiner Umwelt und jede Aktion hinterl\u00e4sst eine Wirkung, wenn auch h\u00e4ufig nur eine sehr kleine, kaum wahrnehmbare. Wie gehe ich mit meiner Umwelt um und mit welcher Verhaltensweise will ich mich identifizieren. Man definiert sich mit jeder Handlung und setzt ein kleines, winziges Zeichen. Wir suchen nach einem f\u00fcr uns direkt messbarem Ergebnis unserer individuellen Handlungen, aber es sind vor allem die zahllosen kleinen Gesten aller, die in der Summe unser Miteinander ausmachen. Meist reicht es aus in sich zu gehen und zu fragen, was das Richtige ist. Das Richtige ist h\u00e4ufig leider nicht das Einfache oder Bequeme, doch auch etwas nicht zu tun ist eine Haltung und Zusehen ein Standpunkt. Nat\u00fcrlich kann ich mich nicht mit jedem Strassenverk\u00e4ufer (um diesen Beitrag wieder zur\u00fcck nach Afrika und zu meiner Reise zu lenken) dar\u00fcber erkl\u00e4rend auseinandersetzen, warum ich ihm leider nicht seinen Schmuck oder die Masken abkaufen kann, doch die Bereitschaft dazu wird mich in den meisten F\u00e4llen zu einem respektvollen Umgang bewegen, statt einfach ignorant und gest\u00f6rt wegzusehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-519\" src=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike6-320x240.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike6-320x240.jpg 320w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/bike6-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a>Ich blicke heute \u00fcber Afrika zur\u00fcck und frage mich, was von meiner Reise \u00fcbrig geblieben ist, f\u00fcr mich und f\u00fcr andere. Ich selbst f\u00fchle mich nach diesem Rausch von Impressionen und Erlebnissen erstaunlich leer und wurzellos, aber auch rein und frei. Einige h\u00f6ren von meiner Reise und denken ich komme inspiriert zur\u00fcck nach Hause, voller neuer Ideen und Vorhaben. Doch ich habe schnell bemerkt, dass ich Afrika viel intensiver erlebe, wenn ich mich auf das hier und jetzt konzentriere, statt auf das \u00dcbermorgen. Afrika hat mir keine konkreten Vorschl\u00e4ge f\u00fcr mein Leben danach gemacht, aber es hat mich auf tieferer Ebene beeinflusst und sicher ver\u00e4ndert. Dazu geh\u00f6rt mehr Offenheit gegen\u00fcber Anderem und Neuem, ein sensibleres Gesp\u00fcr was f\u00fcr mich wichtig ist und was z\u00e4hlt, mehr Flexibilit\u00e4t, vor allem aber eine gr\u00f6ssere Ruhe gegen\u00fcber all den kleinen und grossen Ereignissen des Tages, die sich unvorhergesehen und scheinbar st\u00f6rend in den Weg stellen. Ein Tag der perfekt nach Plan abl\u00e4uft ist leer und karg, es sind die \u00dcberraschungen und Ungew\u00f6hnlichkeiten, die man abends seinem Liebsten oder besten Freund mitteilt. Was h\u00e4tte ich erlebt und gelernt, wenn ich in diesem Blog nur \u00fcber Abreise von, Ankunft in, Essen dort, Abreise von&#8230; geschrieben h\u00e4tte? H\u00e4ttet ihr mitgelesen? Ohne einen Plan und den Blick auf das Morgen w\u00e4re ich sicher nicht in Kapstadt angekommen, aber jedem Tag gen\u00fcgend Raum f\u00fcr eine Entwicklung jenseits des Planes zu geben und das Unerwartete willkommen zu heissen, statt es zu bek\u00e4mpfen, war die wahre Bereicherung der Reise. &#8222;If you take a journey, dont take the trip but let the trip take you&#8220;, hat ein Freund von Mark sehr passend dazu gesagt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-520\" src=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end4-320x240.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end4-320x240.jpg 320w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end4-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a>Jenseits einer pers\u00f6nlichen Entwicklung denke ich auch bei anderen etwas hinterlassen zu haben. Ich hoffe bei den vielen Menschen die ich auf dem Weg treffen durfte, durch kurzen Blickkontakt auf dem Motorrad oder bei l\u00e4ngeren Gespr\u00e4chen, als kleiner Botschafter einer entfernten Welt etwas Positives bewirkt zu haben und dem Bild des weissen Mannes aus dem meist idealisiert gelobten Europa eine pers\u00f6nliche und nat\u00fcrliche Note gegeben zu haben. Wir sind keine Superhelden, sondern essen, schlafen und lieben genauso wie wir Wasser zum kochen benutzen. &#8222;Was esst ihr denn?&#8220; war eine sehr typische Frage, wenn wir umringt von einheimischen Dorfbewohnern eine Pause gemacht haben. &#8222;Das gleiche wie ihr. Das was auf dem Markt angeboten wird.&#8220; &#8211; manchmal reduziert sich die Botschaft auf das Fundamentalste. Dennoch waren wir Vorbilder, sogar Idole und der Stoff aus dem Tr\u00e4ume sind. F\u00fcr viele war unsere Mission jenseits des Vorstellbaren und allein unsere Gegenwart ein H\u00f6hepunkt. Am unvergesslichen Abend in Bodom, Ghana wurden wir sogar Teil der \u00fcbermittelten Geschichte des Dorfes. Die Aufregung und die Begeisterung in den Augen der mich umringenden Kinder werde ich immer in Erinnerung behalten. Ich hoffe unser Auftreten hat etwas aufgekl\u00e4rt und inspiriert und vielleicht dem einen oder anderen die Motivation gegeben selbst eines Tages in die Ferne zu ziehen.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt hoffe ich nat\u00fcrlich auch f\u00fcr euch, die Leser, einen kleinen Beitrag geleistet zu haben und neben ein wenig Unterhaltung, f\u00fcr den einen oder anderen eine Anregung zu eigenen Unternehmungen geliefert zu haben. Es ist einfacher als man denkt. Das schwierigste der gesamten Reise, war der feste Entschluss loszufahren, das Bekannte zu verlassen, loszulassen. Die Hindernisse und Probleme auf dem Weg bew\u00e4ltigen sich dann fast wie von selbst. Ich erinnere mich sehr gut an das mulmige Gef\u00fchl \u00fcber die Grenze nach Marokko zu fahren, den Schutz Europas hinter mir lassend. Ich fahre in eine Welt ohne Auffangnetz, w\u00e4hrend die meisten ihr Leben lang daran arbeiten, ihre Zukunft abzusichern. Doch man stellt sich nicht ohne Wasser mitten in die W\u00fcste. Man ist umgeben vom Besten was Afrika zu bieten hat, seinen liebenswerten Bewohnern, die sich insbesondere durch Hilfsbereitschaft und der F\u00e4higkeit zur Improvisation auszeichnen. Mehr Absicherung ben\u00f6tigt man nicht und nach meiner Erfahrung kommt selbst mitten in der W\u00fcste jemand \u00fcber den n\u00e4chsten H\u00fcgel spaziert, bittet um eine Zigarette und kennt den Weg zur nahegelegenen Oase.<\/p>\n<p>Ich blicke zur\u00fcck \u00fcber ein halbes Jahr in Afrika und schaue auf einen lebendigen, sprudelnden Teil meines Lebens. Afrika ist mir vertraut geworden. Es ist ein Teil von mir geworden und ich ein Teil Afrikas. Wenn ich in Berlin einem Afrikaner auf der Strasse begegne, muss ich intuitiv l\u00e4cheln und will sagen &#8222;Hallo, hier bin ich, ich bin einer von euch.&#8220;, doch ich finde nicht das wunderbare afrikanische L\u00e4cheln, dass mir Afrika entgegengebracht hat. Retrospektiv f\u00fchlt sich die Fahrt nahezu wie ein gelesenes Buch \u00fcber eine andere Person aus einer anderen Welt an. Ich schaue aus dem Fenster meiner Berliner Bleibe und die Erinnerungen an die Abenteuer der vergangenen Monate k\u00f6nnten auch aus einem langen Traum stammen, so irreal, so unvereinbar mit der mich hier umgebenden Realit\u00e4t scheinen sie mir. Ich werde oft gefragt &#8222;Erz\u00e4hl, wie wars!?&#8220; und es f\u00e4llt mir schwer zu antworten. Wo soll ich anfangen? Das Erz\u00e4hlen der vermeintlichen H\u00f6hepunkte vermittelt nicht das Gef\u00fchl in Afrika zu sein, auf sich allein gestellt, das Motorrad zwischen den Beinen und die Strasse im Blick, alles was man braucht in zwei kleinen Koffern verstaut, jeder Tag eine fremde Welt ohne Garantien, das Leben so hautnah, dass es eine G\u00e4nsehaut ausl\u00f6sst. Man muss es erleben, dabeisein und eintauchen. Wer sich vom&nbsp; Ballast des Alltags befreit, den Komfort und die Bequemlichkeit absch\u00fcttelt und den Schritt ins unbekannte Fremde wagt, wird mit einer Erfahrung belohnt, die nie und nimmer den Entschluss in Frage stellt. Selten habe ich die Richtigkeit einer Entscheidung intensiver und \u00fcberzeugter gesp\u00fcrt, als bei der Entscheidung f\u00fcr Afrika und wer sich mit \u00e4hnlichen Gedanken tr\u00e4gt, dem will ich w\u00e4rmstens empfehlen, Z\u00f6gere nicht und geh raus in die Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end5.jpg\" title=\"end\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-522 aligncenter\" title=\"end\" src=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end5-320x205.jpg\" alt=\"end\" width=\"320\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end5-320x205.jpg 320w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end5-1024x658.jpg 1024w, https:\/\/migotravels.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/end5.jpg 2007w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In nur 15 Stunden hat mich ein Flieger \u00fcber eine Strecke getragen, f\u00fcr die ich 5 Monate auf dem Landweg ben\u00f6tigt habe, auf einem Weg so vielseitig und weit, dass ich ihn nicht als Ganzes im Kopf halten kann. 5 &hellip; <a href=\"https:\/\/migotravels.de\/?p=307\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-307","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-migos-way-down"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/migotravels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/307","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/migotravels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/migotravels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/migotravels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/migotravels.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=307"}],"version-history":[{"count":48,"href":"https:\/\/migotravels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/307\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1388,"href":"https:\/\/migotravels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/307\/revisions\/1388"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/migotravels.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=307"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/migotravels.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=307"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/migotravels.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=307"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}